Häufig gestellte Fragen zu Betriebswirtschaft mit Menschen

Wie stabilisiere ich mein Arbeiten?

Dein Einkommen
Grundlagen Geschäftsmodelle für Freiberufler

Dein Gewinn
Grundlagen Wirtschaftlichkeit für Freiberufler (in Vorbereitung)

Dein Arbeiten stabilisierst Du, indem Du Dein Risiko streust. Ganz praktisch geht das so:

Habe immer mehr als einen Kunden.

Viele Selbständige versuchen umfangreiche Aufträge an Land zu ziehen, die ihnen Ruhe und ein stabiles Arbeiten ermöglichen. Sie werden Zeitarbeiter auf hoffentlich hohem Niveau. So wirst Du allerdings auch vollkommen von diesem einen Kunden (oder Partner) abhängig, der Dir den Großauftrag gibt. Fällt er weg, läufst Du ein extremes Risiko, in ein existenzielles Umsatzloch zu fallen.

Sinnvoller sind mindestens drei gleichwertige Aufträge parallel. Im besten Fall kommt zu diesen noch ein wenig Kleinkram hinzu – auch der macht Mist. Beispielsweise kannst Du als Berater drei Kunden in ähnlich großen Projekten beraten und nebenher als Redner und Trainer hinzuverdienen.

Achte auf die Balance zwischen Deiner Auslastung und Deinen Einnahmen

Verkaufe von 100% Auslastung maximal 70%. Verlange dafür den Preis, dass Du von zwei Dritteln der daraus entstehenden Einnahmen leben kannst.

Beispiel: Im Monat kannst Du durchschnittlich 18 Tage arbeiten (Urlaub bereits abgezogen). Die meisten Ratgeber und Geschäftsmodelle finden es nun richtig zu versuchen, 18 Tage zu verkaufen. Ich schlage Dir vor, maximal 12,5 davon zu verkaufen. Diese allerdings zu einem Preis, der es Dir erlaubt von 8,5 zu leben (dabei sage ich nicht, dass das auf großem Fuß sein muss!).

Nehmen wir mal einen normal gängigen Tagessatz von 450 EUR an, den viele selbständige Wissensarbeiter heute schon toppen. Mit diesem Tagessatz hast Du (450 × 8,5) 3.825 EUR als monatliches Einkommen zum Leben. Wenn alles gut läuft, verdienst Du (450 × 12,5) 5.625 EUR und kannst monatlich 1.800 EUR abzüglich Steuern sparen. Wenn einmal ein Kunde abspringt, hast Du kein Problem, denn die anderen beiden Kunden – siehe oben – reichen für Dich ja aus.

Die noch freien 30% nutzt Du für die Weiterentwicklung Deines Geschäftsmodells, um Bücher oder andere Medien (Blog, Videos etc.) zu erarbeiten oder für (spontane) Kleinaufträge, die auch Mist machen – siehe oben.

Auf diese Art und Weise kannst auch Du zu einem Kunden Nein sagen, der Dir anfängt auf die Nerven zu gehen. So grenzt Du Dich sauber ab, erhältst Dir einen guten Selbstwert und wirst tatsächlich attraktiver für andere Kunden.

Wer nicht jeden Auftrag annehmen muss, ist interessanter weil ehrlicher als die Anbieter, die jedem Umsatz hinterherlaufen. Außerdem kannst Du in dieser Unabhängigkeit höher pokern (wenn es sich mal lohnt!). So erhöhst Du die 450 EUR Tagessatz und kannst Deinen Lebensstandard verbessern.



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