Affenmärchen - Arbeit frei von Lack und Leder - Fachbuch zu Betriebswirtschaft mit Menschen

Affenmärchen - Arbeit frei von Lack & Leder

Seit über zehn Jahren berate ich Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen zu und über alles, das mit menschlicher Betriebswirtschaft zusammen hängt. Mein Fachwissen veröffentlichte ich 2011 in meinen Blog www.affenmaerchen.de.

Meine Kernfragen:

  • Wann macht Arbeiten Spaß?
  • Wie sorgt Arbeit für Wohlstand?
  • Wann ist Arbeit sinnvoll?

Warum noch ein Sachbuch zu Betriebswirtschaft? Ein Buch zu schreiben hilft außerordentlich dabei, die eigenen Gedanken klarer zu fassen, sich sinnvoll zu hinterfragen sowie den eigenen und auch einigen fremden Dämonen etwas Werthaltiges entgegen zu setzen.

Und warum im Eigenverlag? Verlage haben nicht den Mut, das Thema des Buchs zu verlegen. Sie haben nicht den Mut, eine Sichtweise außerhalb der bekannten Schemata von Homo oeconomicus oder Gutmenschen, Konservativen oder Progressiven, Rechten oder Linken, Neo Liberalen oder Sozialisten zu publizieren.

Mehr dazu habe ich ausführlich via Affenmärchen > Geschichte aufgeschrieben.

Aus meinen Kernfragen ergeben sich folgende Kernpunkte von Affenmärchen und meine Thesen:

  • Menschen besitzen eine einzigartige Mischung aus Verstand und Intution. Diese setzen wir in der Breite frei und nutzen sie wirtschaftlich.
  • Anstatt fremdmotiviert zu werden, geben wir Menschen Identifikationsflächen, an die sie sinnhaft ankoppeln können. So erfüllen wir uns auch in unserer Arbeit.
  • Sinnhaft gekoppelte Menschen haben Freude an dem was sie tun. Sie sind mit ihrer ganzen Intelligenz und Emotion dabei und leisten dadurch (gern) deutlich mehr.
  • Menschliche Betriebswirtschaft hat keine Vorbedingungen. Jede/r kann in dem sie/er sich auf das Nachdenken darüber einlässt, quasi sofort und im eigenen Tempo seine individuelle Situation hin zum sinnvollen Wirtschaften verändern.
  • Befreien wir die Menschen mit und durch unsere Unternehmen von ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit, verändert sich unsere Gesellschaft hin zu einer menschlichen Marktwirtschaft in einem freien, demokratischen Staatsgefüge. (Reformation statt Revolution)

erschienen: 2011-05
ISBN: 978-3-00-034629-3

Die Wirtschaft wie wir sie aus dem letzten Jahrhundert kennen, funktioniert heute nicht mehr. Geldgier und Gewinnstreben als Antrieb haben genauso versagt wie das kollektive System der abhängigen Beschäftigung mit all seiner Reglementierung, Einschränkung und Steuerung.

Wollen so Menschen wirklich leben? Wenn die hierarchische Konzernplanwirtschaft der heutigen DAX-Unternehmen genauso unmenschlich, ungerecht und dysfunktional ist wie das neoliberale Freiheitsdenken der 80er-Jahre-Tycoons und die väterlich autokratische Monarchie des Mittelstandes, was dann stattdessen?

Affenmärchen zeigt die Lösung: Setzen Sie doch Ihre Mitarbeiter frei! Wenn Unternehmen auf abhängige Beschäftigung verzichten und stattdessen eine Sinnfläche bieten, an die sich Mitarbeiter freiwillig koppeln, dann können Unternehmen aus sich heraus gleichermaßen sinnvoll, nachhaltig und erfolgreich agieren.

Wie kann das funktionieren? Dieses visionäre wie provokative Wirtschaftssachbuch durchleuchtet nichts weniger als die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit.

01 Arbeit platzt

02 Mythos Arbeit!

03 Menschenbildstörung

04 Requiem für die moderne Betriebswirtschaftslehre

05 Der Bluff

06 Masse mit Klasse

07 Management ist Geldverschwendung

08 Sinnhaft leisten

09 Kein Ring sie zu knechten

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(Der Geschäftsführer eines mittelständischen Maschinenbauers erklärt dem Organisationsberater) “[…] “Wir haben uns, Stand heute, aus dem Konzern ausgekauft. Damit haben wir Agilität gegen den schützenden Regenschirm in Krisenzeiten eingetauscht. Ich bin überzeugt von unseren Mitarbeitern und unserer Leistungsfähigkeit und möchte, dass jeder Einzelne sich so in die Firma einbringt, als ob es seine wäre. Ein Mittelständler kann es sich nämlich nicht leisten, Trittbrettfahrer mitzuschleppen.” […] “Es wäre schon ausreichend, wenn alle richtig funktionieren würden. Damit wären die Probleme vom Tisch.” Vermutlich ohne es zu bemerken und in der den Geschäftsführern eigenen Lässigkeit, hatte auch dieser Chef das große Paradox des zwanzigsten Jahrhunderts in auffordernde und erwartende Worte gefasst. Menschen sollen funktionierende Unternehmer, intelligente Produktivitätsbestien und immer leistungswillige Risikogewinner sein. Das alles natürlich im Sinne und Verständnis des Unternehmens/ Unternehmers.” […] “Das Paradox von Funktion und Unternehmertum lässt sich auflösen, erkennt man die Absurdität der Objektivierung menschlicher Arbeit. Unsere Fähigkeiten und Talente sind nicht in quantifizierte, gemessene Funktionen zu packen, zu standardisieren und in Formeln verwertbar, wenn man ein sinnvolles, ein menschliches Ergebnis haben möchte. […]”


zitiert aus “Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder” Kapitel 01 “Arbeit platzt”

“[…] Manchen mag es überraschen, doch ausgerechnet der Sinngehalt der Arbeit ist laut dieser Studie (DGB Index Gute Arbeit 2009) der wichtigste Faktor, um Arbeit als gut zu empfinden. Einkommen erhält, neben Karriere, mit weitem Abstand die rote Laterne. Das heißt: Gerade mal ein starkes Zehntel der Beschäftigten wird per Sinnerfüllung an ihre Arbeit gebunden. Knapp neun von zehn Beschäftigten binden sich demnach aufgrund von Geld oder gesellschaftlichen Zwängen und, um im Bild zu bleiben, prostituieren sich ein wenig bis vollkommen. […] Und da ist sie wieder, die Crux mit dem freien Willen. Menschen können arbeiten wollen, mehr als zwei Drittel von uns tun es nur nicht, wir müssen arbeiten. Damit wir es auch wollen, muss Arbeit unsere Sinnsuche erfüllen, dann koppeln wir an. Schafft sie das nicht, bringt jeder Einzelne genau die Leistung, die er für angemessen hält. Nicht nur, dass das überhaupt nichts mit der Leistungsvorstellung eines Unternehmens zu tun hat, es wird dabei auch kaum jemand sein volles Potenzial entfalten. Der gesellschaftlich benötigte radikale Wandel und Erfolg, den unser freier Wettbewerb leisten soll, wird so kaum zustande kommen. […] Ein Mensch, der sich in seiner Arbeit der Sinnerfüllung entzieht, nimmt billigend in Kauf, dass das Unternehmen schlechter läuft, als es könnte. Damit gefährdet er die Existenz des Unternehmens und in Konsequenz seine Existenz und die seiner Kollegen. Führung kann ihren Teil beitragen und mit dem Unternehmen nach Sinnkopplung streben. […]”


zitiert aus “Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder” Kapitel 09 “Kein Ring sie zu knechten”

“[…] Sinn bietet nicht immer die einfachen Lösungen und Sinn bietet auch nicht zwangsläufig eine unbeschwert einfache Zukunft. Während Ziele, Zielvereinbarungen und Pläne in der Konfrontation mit einer anders eintretenden Wirklichkeit häufig Probleme, politische Spielchen bis hin zu intrigantem und vertuschenden Verhalten verursachen, eröffnet einem Sinnorientierung gute Lösungen für wirkliche Probleme im Hier und Jetzt, und zwar genau da, wo Konflikte auftauchen. Wie im letzten Kapitel beschrieben, helfen dem einzelnen Menschen konkrete Ziele dabei, sich zu orientieren. Doch diese Ziele können, will man Sinnkopplung erreichen, nicht von einer Führung vorgegeben und quotiert sein. Stattdessen werden sie zusammenhängend mit dem individuellen Sinn abgewägt und eigenverantwortlich festgelegt. Es ergibt sich eine neue Konfliktkultur: Mit Freiheit geht Verantwortung anderen gegenüber einher. Eine Verantwortung in der man anstreben kann, dem Gemeinwohl-Sinn gerecht zu werden. […] Sinn ist alles andere als wolkig oder entrückt, stattdessen funktioniert er gerade für konkrete, ja wirkliche und existentielle Situationen. So ist Sinn und der sich daraus ergebende Mechanismus der Sinnkopplung ein probates Mittel, um mit unvorhergesehenen Ereignissen, hoher Dynamik oder auch turbulenten und krisenhaften Veränderungen gut umzugehen. […]”


zitiert aus “Affenmärchen – Arbeit frei von Lack & Leder” Kapitel 09.6 “Sinn orientiert während quotierte Ziele vom Weg abbringen”



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“[…] Dein Buch ist […] ein Antreiber für mich, nicht aufzugeben und zusammen mit der Geschäftsleitung über die Zukunft des Unternehmens und seine aktuellen Leitsätze und die Vision zu diskutieren.
Die Unabhängigkeit im Tun eines jeden sollte aus meiner Sicht als Bestandteil der Vision und Leitsätze verankert werden. Unser Unternehmen soll zu einem lebendigen Organismus werden. Seinen Mitarbeitern soll die Eigenverantwortung für das Unternehmen klar sein. Um das zu erreichen, kann das Affenmärchen und seine Anregungen (vor allem die Hinweise in den Kästen in Kap. 8 ) viel beitragen.”
[Weiterlesen: Rezensionen/Kommentare via Affenmärchen]


Frank Sazama

“Affenmärchen gehört zu den zwei, drei Dingen, die gerade für so etwas wie eine Aufbruchstimmung bei uns sorgen. […] Es waren die Worte “Arbeit frei von Lack und Leder” in dem Brand-Eins-Inserat, die mich neugierig gemacht haben auf Ihre Gedanken, die zu dem Buch führten. Mit “Lack und Leder” können edle Oberflächen gemeint sein, die zu den Äußerlichkeiten des gehobenen Managements gehören und mit denen da so etwas wie “Repräsentation” gemacht wird, der hochglänzende Lack der Vorstandslimousinen, das schwarze Leder des Chefsessels sollen einerseits Respekt einflößen, aber auch anderen das Gefühl geben, bei der herrschenden Klasse dazu zu gehören. […]
Ich habe Betriebswirtschaft immer nur aus der Perspektive von kleinen und Kleinstunternehmen gesehen oder selbst betrieben – ohne es studiert zu haben – und kenne daher gar nicht, was an den Universitäten geredet wird und in den Chefetagen der Betriebe. Die Lektüre Ihres Buches bestätigt mir nur, dass „da oben“ viel Show gemacht wird mit immer neuen Management-Moden, und es deprimiert mich, dass in unserer Gesellschaft so viele „BWLer“ herumlaufen, […] die in den oberen Etagen so eine Art Effizienz-Theater vollführen, um ihre Variante des vorauseilenden Gehorsams zu leben – und mit Einstiegsgehältern ab fünftausend brutto sich auf dem richtigen Weg fühlen. […]
Sie schlagen vor […] die „Arbeitnehmer“ aus den Verhältnissen, die durch einen „Arbeitsvertrag“, durch von oben gestaltete Hierarchien und andere Befehlssysteme definiert sind, „frei zu setzen“ – also alles soll sich auflösen und sich frei wieder organisieren, mit dem Ziel, dass jeder das macht, was er am besten kann oder will, um das Produkt/die Dienstleistung zu entwickeln, zu fertigen und auszuliefern …. das ist wunderbar und es ist radikal! […]
Sie gehen noch einen großen Schritt weiter: schon wegen der ökologischen Katastrophe, der massenhaft (schon heute) zu kranken Menschen, des Ausgeschlossen-Seins von etwa 10 Millionen Armen, … , müssen wir alle die Arbeit der Zukunft anders denken. Sie setzen da in mehreren Kapiteln mit Ihrer „Sinnkopplung“ ein. “ [Weiterlesen: Rezensionen/Kommentare via Affenmärchen]


Heinrich Hattebier

“Affenmärchen hat mich sowohl fasziniert als auch inspiriert.”
[Weiterlesen: Rezensionen/Kommentare via Affenmärchen]


Christian Blaschka

“Das Buch „Affenmärchen“ hat mich sehr gefesselt. Ein provokatives und visionäres Wirtschaftssachbuch, das nachdenklich macht. Besonders gut gefallen mir die vielen eingestreuten Geschichten aus dem Unternehmensalltag. Sie zeigen, dass der Autor genau weiß, wie es in Unternehmen aussieht. Diese Anekdoten verdeutlichen sehr treffend, was falsch läuft und wie wichtig eine Veränderung in den meisten unserer Unternehmen ist.
Ich sehe eine Kernbotschaft des Buches in dem Satz: „Im sinnvollen Wirtschaften geht es darum, zu ermächtigen, es geht darum mit der Verantwortung die Macht zur Führung mit zu übertragen.“
Davon sind wir in fast allen Unternehmen in Deutschland noch meilenweit entfernt.
Die letzten beiden Kapitel: 08 „Sinnhaft leisten“ und 09 „Kein Ring sie zu knechten“ haben es in sich. Ich habe sie mehrfach lesen müssen – nicht weil sie schlecht geschrieben wären, sondern weil sie ein radikales Umdenken erfordern und teilweise eigene Glaubenssätze in Frage stellen. Hier geht es darum, wie sich unsere Arbeitsgesellschaft und unsere Unternehmen wandeln müssen, damit sinnhaft gekoppelte Menschen in den Unternehmen arbeiten. Ich ertappte mich mehrfach dabei, wie ich mir innerlich sagte: „Das kann so nicht gehen.“ Nach längerem Nachdenken kam ich aber dann immer wieder zur Erkenntnis: „Doch, es kann funktionieren .“ Vielleicht lässt sich nicht alles umsetzen – aber sehr vieles davon! […]” [Weiterlesen: Rezensionen/Kommentare via Affenmärchen]


Bernd Geropp

“Wie dankbar bin ich, dass ich mit dem Buch die jahrzehntelangen Erfahrungen und persönlichen Erkenntnisse von Gebhard Borck teilen darf. Das Buch überzeugt deshalb, weil man hinter den Zeilen den Autor als ehrlichen, mutigen und “sinngekoppelten” Menschen spürt.” [Rezensionen/Kommentare via Affenmärchen]


Georg

“[…] Dieses Buch ist Pflichtlektüre für jeden Menschen, der in irgendeiner Form mit anderen Menschen in Teams agieren muss. Ja richtig, nicht nur für Unternehmenslenker und solche, die es werden möchten, sind die Ideen und Gedanken essentiell. Aber für diese vielleicht besonders, weil gerade hier ein Hebel für eine bessere Gesellschaft zu finden ist. […] Danke für die genialen Inspirationen.” [Weiterlesen: Reise des Verstehens – Das Affenmärchen]]


Conny Dethloff

“[…] Affenmärchen ist das mit Abstand beste Buch zum Thema Sinn im Beruf. […] In neun Kapiteln demontiert Gebhard die bestehende Betriebswirtschaft, wie es nur jemand kann, der diese Disziplin von der Pike auf gelernt hat. Er beginnt seinen Rückbau, oder eher noch: Seine kreative Zerstörung jedoch mit einer volkswirtschaftlichen Analyse: “Arbeit platzt” […] Kurzum: Die Zeiten effizienzgetriebener, mechanischer, und klar messbarer Arbeit sind unwiederbringlich vorbei. Denn überall da, wo Maschinen die besseren Menschen sind, macht es einfach keinen Sinn, als Mensch noch zu arbeiten. […]
Im zweiten Kapitel “Mythos Arbeit” widmet sich Gebhard dem Transformationsproblem der Arbeit, also der Differenz des jeweils individuellen Leistungspotenzials und tatsächlicher Arbeitsleistung und -produktivität. Diese Differenz ist das große Kern-Symptom entfremdeter Arbeit. Sie ist der Ausgangspunkt für die bekannten “Menschenbildstörungen” […] Später wird im Kapitel “Der Bluff” deutlich, “warum leistungsorientierte Bezahlsysteme dumm machen”. Gebhard stellt sich keineswegs auf die simple entweder-oder Seite zum Thema Motivation von Mitarbeitern, um das eben angesprochene Transformationsproblem der Arbeit zu lösen. Vielmehr stellt er klar, dass äußere als auch innere Reize motivieren: “Gibt man uns Menschen einen Plan und koppelt daran unsere Existenz und unser Einkommen, dann nutzen wir unsere Intelligenz, sobald wir den Plan akzeptiert haben, um die Vorgaben zu erreichen.” […]
In den letzten beiden Kapiteln verdichten sich die Alternativen, wie sinnvolles, menschliches Wirtschaften aussehen kann. In regelmäßigen Abständen finden sich sehr gut aufbereitete und strukturierte “Empfehlungen an die Unternehmer”, die Perspektiv-Fragen, Methoden, Dokumentations-Technologien und Rahmenbedingungen umfassen. Allerspätestens hier wird allen Leserinnen und Lesern klar, wie man Unternehmen auch gänzlich anders gestalten und steuern kann. […] Ich hoffe, dass die Idee, zum Menschen statt zur Sache hin zu wirtschaften, noch in unserer Generation Fuß fasst und mehr wird, als ein exotischer Ansatz für einen Nischenmarkt. […] [Weiterlesen: Zeuchs Buchtipps: Affenmärchen]

Dr. Andreas Zeuch

“[…] Gebhard Borck trifft mit seinem Buch den Nerv der Zeit. Denn mittlerweile ist wohl den meisten Menschen im Kopf oder auch im Bauch (noch besser) klar geworden, dass “irgendetwas in der Wirtschaft gewaltig schief läuft“. Was das sein könnte und vor allem, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft weiter entwickeln kann, zeigt Gebhard in seinem Buch auf.
Ehrlich gesagt würde ich mir aber einen noch etwas kontroverseren Diskurs zu “Affenmärchen” wünschen. Denn ich habe Gebhard als kontroverse, teilweise polarisierende Persönlichkeit kennen gelernt. Und genau darin sehe ich sein großes Talent. Er hat die Fähigkeit, tief eingebrannte Glaubenssätze, Haltungen und Vorstellungen ins Wanken zu bringen. Solche tiefgreifenden Lernprozesse erfordern aber – wie uns die Gehirnforschung lehrt – emotionale Prozesse. Konkret würde ich mir mehr Emotionalität in der Auseinandersetzung mit Gebhards Thesen und Konzepten wünschen. Denn erst durch diese “konstruktive Reibung” hätte das Buch und das, was Gebhard vermitteln möchte, die Chance, wirklich in die Breite zu kommen. […]
Kritik: In Summe ist “Affenmärchen” ein sehr gutes und wertvolles Buch. Ich würde mir wünschen, dass es eine möglichst breite Leserschaft findet und vor allem (system)kritische Diskussionen auslöst. […]” [Weiterlesen: pm blog – Buchtipp: Affenmärchen von Gebhard Borck]


Dr. Stefan Hagen

(Affenmärchen ist) “[…] ein besonderes Buch in zweierlei Hinsicht. Einerseits weil Gebhard Borck an etwas rüttelt, das die meisten von uns als unverrückbar hinnehmen: Im Zentrum steht nämlich die Frage, ob Arbeit in Unternehmen so organisiert und Menschen so gemanaged werden müssen wie es heute mehrheitlich der Fall ist oder ob es – und wenn ja welche – Alternativen es gibt. Und andererseits, weil Gebhard Borck das Buch auf ganz besondere Art geschrieben und veröffentlicht: Das gesamte Buch kann online in ca. 100 Blogposts kostenlos gelesen werden. Zusätzlich kann das Buch gedruckt, in einzelnen Kapitel als E-Book erworben werden, auch um dem Autor damit die eigene Anerkennung zu zeigen. Es ist, so viel sei vorweggenommen, sein Geld absolut wert. […]
Nun trifft diese Organisationsform des Industriezeitalters auf die Probleme und die Komplexität des 21. Jahrhunderts. In zahlreichen Beispielen führt uns Gebhard Borck zunächst vor Augen welche Defizite für Unternehmen aber auch welche Probleme für die Menschen daraus entstehen. Ein ungeheures Potential von Kreativität bleibt tagtäglich ungenutzt: Menschen die im übrigen Alltag kreativ Probleme lösen und sinnvoll, effizient und effektiv handeln, werden an der Eingangtür zum Unternehmen quasi entmündigt. Durch die wiederholte Gegenüberstellung der Fähigkeit und dem Willen zu verantwortungsbewusstem Handeln im Privaten mit den begrenzten Möglichkeit dazu in der Organisation, führt uns Gebhard Borck den ganzen Irrsinn und die unglaublich Verschwendung von Potential deutlich vor Augen. […]
Es gibt bereits Großunternehmen die nach demokratischen Prinzipien organisiert sind und gerade in unsicherem Umfeld und bei wachsender Komplexität sehr erfolgreich sind (Stichwort: Semco). In solchen Netzwerk gibt es auch Führung, aber sie ist nomadisch, wandert also je nach Situation und Anforderung anstatt an eine Position gebunden zu sein. Derartige Netzwerke treffen in komplexen Situationen nachweislich bessere Entscheidungen als Einzelpersonen (Stichwort: Schwarmintelligenz). Es gibt also Alternativen – man muss diese nur wollen. Was es dann dazu braucht (Stichwort: Sinn) und welche Bedingungen es erfordert (Stichwort: Sinnkopplung), wird in den letzten Kapiteln des Buches erklärt.
Alles in allem ein gutes und wichtiges Buch. Ein Buch das aufrüttelt, Selbstverständliches hinterfragt und Lust macht sinnvoll zu wirtschaften. […]”
[Weiterlesen: Führung erfahren: Affenmärchen]


Marcus Raitner

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